Sehenswürdigkeiten

Übersichtsplan

Vollbildanzeige

Tippen Sie im Plan einen der Marker an, um Infos zu dieser Sehenswürdigkeit zu erhalten. Dort können Sie auf den Link tippen, um eine ausführliche Beschreibung zu erhalten. Tippen sie auf „Vollbildanzeige“, um den gesamten Plan sichtbar zu machen. Oder sehen Sie sich die Sightseeing Punkte einfach hier im Folgenden an.

Museum der deutschen Binnenschifffahrt

Museum der Binnenschifffahrt in Ruhrort

Ein Schifffahrtsmuseum in einem ehemaligen Hallenbad.
Das große, mehrteilige Backsteingebäude mit seiner dekorativen Jugendstilarchitektur wurde 1910 als Badeanstalt eingeweiht. In das 1985 stillgelegte Schwimmbad zog 1998 das Museum der Deutschen Binnenschifffahrt ein. Hier wird die Geschichte der Rheinschifffahrt von den Anfängen bis heute anschaulich dargestellt.

Apostelstr. 84, 47119 Duisburg (Ruhrort)
Öffnungszeiten: Di-So 10-17Uhr
Sonderregelungen an gesetzl. Feiertagen

Eisenbahnbassinbrücke und Ruhrorter Yachthafen

Eisenbahnbassin Ruhrort

Gleichzeitig mit dem Bau der Rheinbrücke wurde die Eisenbahnbassinbrücke errichtet. Die elegante, stählerne Bogenbrücke führt über den Eisenbahnhafen. Von dort hat man einen guten Blick auf den Eisenbahnhafen mit dem Ruhrorter Yachthafen und den Rhein.
1845 wurde der Ruhrorter Eisenbahnhafen als Fährhafen für die damals modernsten Verkehrsmittel angelegt. Seit 1847 plante man, die Verbindung von Ruhrort und der Köln-Mindener Eisenbahn über den Rhein nach Homberg und zu der dort endenden Crefeld-Kreis Gladbacher Eisenbahn mittels einer Trajektanstalt herzustellen.
Dabei wurden Eisenbahnwaggons für Personen- wie Güterverkehr über Schrägrampen auf ein mit Schienen ausgerüstetes Fährschiff heruntergelassen, übergesetzt und drüben wiederum auf das Gleis gehieft.
1852 ging der Trajekt mit einer Rangierlok als Kraftquelle in Betrieb, aber erst als 1856 zwei Hebetürme mit Dampfbetrieb für mehr Sicherheit sorgten, verlief die Prozedur erfolgreich mit bis zu 200 Waggons täglich. Das Fährschiff war für den Personenverkehr mit Salondeck ausgestattet.
Die 1907 eröffnete Rheinbrücke zwischen Ruhrort und Homberg ersetzte den Trajektverkehr nur zum Teil, da hier nur eine Straßenbahn hinüberfuhr. 1912 nach dem Bau der Eisenbahnbrücke bei Baerl schloss er endgültig.
Nur der Homberger Trajektturm ist noch erhalten. Der Ruhrorter Turm wurde 1972 abgerissen. Das Hafenbassin wird heute von Sportbooten genutzt.

Friedrich-Ebert-Brücke mit historischen Brückentürmen

Brueckentuerme Ruhrort

1907 stand hier die Vorgängerin der heutigen 1953 wieder aufgebauten Friedrich-Ebert-Brücke. Die beiden solide gemauerten Brückentürme sind die letzten Überreste der früheren Rheinbrücke.
Hier wurde der Brückenzoll erhoben. In der Schankwirtschaft und unter den Kollonaden, die die Türme mit der Brücke verbanden, traf man sich.
In Richtung Fürst-Bismarck-Str. war eine geschwungene Treppe eingebaut, die das „Löwken“, einen Brunnen mit Löwenfigur, umschloss.

Nikolausburg (Kinderschifferheim)

Schifferkinderheim Nikolausburg Ruhrort

Bereits seit 1900 betrieb die evangelische Kirche in der nahen Schifferheimstraße ein Heim für die Kinder der Schiffer, die häufig keinen festen Wohnsitz an Land hatten, mit angeschlossener Schule.
Demgegenüber sollte die Einrichtung ungleich größer und moderner werden. Neben einer Aula und einer zweigeschossigen, realisierten Kapelle mit Empore waren auch eine Schwimmhalle für Knaben, Werkstätten, Bäckerei und med. Abteilung geplant.
1927 wurde das Haus eingeweiht, aber nie fertig gebaut. Schon 1928 musste der linke Flügel vermietet werden, weil der Kirche im Vorfeld der Weltwirtschaftskrise das Geld fehlte.
Das Gebäude umfasst mit seinen drei Flügeln einen Hof. Die Kapelle mit polygonalem Chor und einem Treppengiebel darüber ist von der Homberger Straße aus sichtbar. Der Turm mit Laterne und Ausguck wird heute kaum wahrgenommen.
Das Kinderheim besteht heute noch, mit eigenständigen, kleinen Wohneinheiten.

Ehemaliges Gesellenhaus und Ruhrorter Grundschule

Neumarkt

Der Neumarkt war lange Zeit ein unbefestigter Morast. Seit 1890 existiert hier eine Bedürfnisanstalt, in der 1907, als der elektrische Strom in Ruhrort Einzug hielt, ein Trafohäuschen installiert wurde. Beides ersetzte seit 1924 der heutige Neubau. 1950 wurde eine Trinkhalle angebaut. Auch sie existiert heute noch.
In der Platzmitte war 1871 nach dem Sieg über die Franzosen ein Kriegerdenkmal mit Viktoria und Siegerkranz errichtet worden. Sie wurde 1903 durch eine streitbare Germania mit Schwert ersetzt. Während des 2.Weltkriegs ging dieses Denkmal 1941 wie zahlreiche andere in die Metallschmelze.
1942 entstand am westl. Ende des Marktes ein Hochbunker. Nach dem Krieg wurden in die dicken Betonmauern Fenster gebrochen und die bestehenden Zimmer zu Zweizimmerwohnungen mit Gas- und Wasseranschluss umgebaut.
Heute hat das Christopheruswerk hier optimal schallgeschützte Werkstätten für Beschäftigungstherapie.
Um 1912 muss der Neumarkt etwas anders ausgesehen haben. Es gab an drei Ecken des Platzes mehrgeschossige Kaufhäuser mit großen Schaufenstern und prächtigen Fassaden. Das modernste Haus an der Ecke zur Harmoniestraße war in den 20er Jahren umgebaut worden und beherbergte noch lange Zeit ein Karstadt-Kaufhaus. Alle drei Gebäude stehen z.T. stark verändert noch.

Haniel-Museum (Haniel-Park)

Das Museum ist über den Haniel-Platz zu erreichen, mitten in der Zentrale des Haniel-Konzerns, eingerahmt von den zahlreichen Erweiterungsbauten der letzten 200 Jahre. Die Exponate werden größtenteils nicht in Vitrinen, sondern offen ausgestellt. Es ist deshalb nur angemeldeten Besuchergruppen zugänglich. Das Museum befindet sich im Gründerhaus des Unternehmens. Der Großvater Franz Haniels, der Ruhrorter Bürgermeister Wilhelm Jan Noot, hatte es 1756 als Packhaus errichtet. Es war das erste Gebäude außerhalb der zu eng gewordenen Stadtmauern. Als Wohnhaus und Lager wurde es von seiner Tochter Aletta aus der Erbmasse für 45.000 Reichstaler erworben.

Franz-Haniel-Platz 3
Telefon: 0203 806242, Telefax: 0203 806738
Öffnungszeiten: nur nach telefonischer Vereinbarung

Ehemaliges ev. Gemeindehaus

ehemaliges evangelisches Gemeindehaus in Ruhrort

Das evangelische Gemeindehaus wurde 1903 in romanisch geprägtem Jugendstil errichtet. Es besitzt eine kirchenartige Giebelfront mit 2 Türmen.
Heute ist der große Saal mit Bühne für Events zu mieten. Die gusseiserne Treppe, geschnitzten Türen und Steinreliefs im Inneren sind erhalten.

Jakobus-Kirchturm

Jakobus Kirchturm Ruhrort

An der Ecke Dr. Hammacher-Straße steht der Turm der ehemaligen evangelischen Jakobus-Kirche. Sie wurde 1842 im Rundbogenstil errichtet.
Die mittelalterliche Kirche in der Altstadt war zu klein geworden. In einer Kartendarstellung der Ruhrorter Häfen und ihrer technischen Anlagen von 1879 ist voller Stolz der Meridian durch die Turmspitze der ev. Kirche zu Ruhrort eingezeichnet.
1991 mußte der baufällig gewordene Kirchenraum abgerissen werden.

Fabrikstraße mit der St.-Maximilian-Kirche

Fabrikstrasse mit St.-Maximilian-Kirche in Ruhrort

Unter Friedrich dem Großen sollten Manufakturen den Wohlstand mehren. Eine 1803 aus Hauswebereien entwickelte Cottonmanufaktur des Peter Lohmann bestand bis 1817. 1804 ließ er auf fünf Parzellen ein Fabrikgebäude an der heutigen Fabrikstraße, die danach ihren Namen erhielt, errichten.
Die Fabrik steht nicht mehr, aber die zweigeschossigen Wohnhäuser Hausnr. 1…5 gegenüber stammen noch aus dieser Zeit. Nach diesem Muster wurden im 19. Jh. die Baulücken bis zur Bergiusstraße geschlossen.
Ein in Ziegel gemauerter Brunnentrog ist eine Rekonstruktion eines hier vermuteten Trinkwasserbrunnens.

Der klassizistische Saalbau der kathol. St-Maximilian-Kirche entstand 1847 und wurde 1869 in neogotischem Stil um Querhaus und Chor erweitert.
Der Maximilian-Platz mit seinen wuchtigen Bäumen verbindet Kirche und Gemeindehaus. Er wird von den Ruhrortern auch Domplatte genannt.

Taverne im Deutschen Haus
Hotel und Restaurant
Ruhrort
Werbung

Aletta-Haniel-Gesamtschule Karlstr.

Aletta-Haniel Gesamtschule Karlstrasse in Ruhrort

Ehemaliges Kaiserin-Auguste-Viktoria-Lyceum, späteres Käthe-Kollwitz-Gymnasium
Ein Teil des heutigen Gesamtschulgebäudes entstand 1907 an der Ecke Karlstraße für die städtische höhere Mädchenschule, die aus einem bereits 1848 begründeten privaten Lehrinstitut für Mädchen hervorgegangen war.
Namensgeberin war die deutsche Kaiserin Auguste-Viktoria. Der Ruhrorter Stadtbaurat August Jording wendete als Baumeister Formen der Gotik an. Der große, dreigeschossige Bau ist mit bossierten Sandsteinquadern verkleidet, die Hofseiten sind verputzt. An der Ecke ist ein Uhrturm zu sehen, wie man ihn von Stadttoren kennt. Der Haupteingang in diesen Turm ist heute vermauert.

Bananenhaus und Flossies

Alles Banane oder was?
In der Karlstraße steht das einzige Bananenhaus Deutschlands.
Hier hat der weltbekannte Kölner Künstler Thomas Baumgärtel die Fassade eines Hauses mit seinem Bananendekor besprayt.
Die Banane steht für eine lebensbejahende Einstellung, sie ist ja auch gesund und schmackhaft. Die Spraybanane Thomas Baumgärtels ist in Museen und Galerien von Berlin über Paris bis nach New York zu sehen. Aber eben auch in Ruhrort!

Karlsplatz mit historischem Postgebäude

1886-90 wurde im Zuge der Stadterweiterung der Karlsplatz angelegt. Er war wie heute mit Bäumen umstellt und diente der Erholung und Stadtverschönerung.
Neben dem alten Postgebäude wird der Platz von Wohnhäusern unterschiedl. Baujahrs umringt. Das älteste Haus von vor 1870 findet sich an der Ecke Karl-/Amtsgerichtsstr. gegenüber der Post. Die ehemalige Poststation mit Pferdeställen und Gaststätte „Zur Postkutsche“ ist heute ein Wohnhaus.

Karlsplatz ehemalige Post in Ruhrort

1881 wurde das Postgebäude im Neorenaissancestil mit Portalvorbau und Balkon in rotem Sandstein erbaut.
Im Obergeschoss waren Wohnungen untergebracht, der Postsaal im Erdgeschoss ist leider nicht mehr in seinem ursprünglichen Zustand erhalten. Das Gebäude wird heute nicht mehr als Postamt benutzt.

An der Hanielstraße in Richtung Bergiusstr. befand sich auf der einen Seite ab 1862 das Haniel Krankenstift. Das große Krankenhaus mit seinen Gärten wurde 1975 geschlossen und abgerissen. Heute stehen dort moderne Wohnbauten.
Gegenüber lag das Altenheim Wortmannstiftung, das 1974 in die Schifferheimstraße umzog.

Amtsgerichtsstraße mit Amtsgericht und ältester Trinkhalle des Ruhrgebiets

Amtsgericht Ruhrort

Das Amtsgericht wurde 1899-1901 von der Stadt Ruhrort an der Ecke Haniel-/Amtsgerichtsstr. gebaut.
Seine Eingangsfassade mit dem prächtigen Treppenhaus dahinter wurde über Eck in spätgotischem Stil angelegt. Im Gebäudeinneren fallen die Rippengewölbe und das Treppenhaus ins Auge. Das Gebäude diente damals auch dem Gewahrsam.

Amtsgerichtstrasse Trinkhalle Ruhrort

Hinter dem Amtsgericht, am Ende der Amtsgerichtsstr. steht die wahrscheinl. älteste Trinkhalle des Ruhrgebiets (seit ca. 1912).

Ruhrorter Friedhof

Der Ruhrorter Friedhof steht unter Denkmalschutz.
1845 wurde weit außerhalb des damaligen Wohngebietes ein neuer Friedhof angelegt. Die kleine Kapelle mit Pförtnerhaus wurde nach dem 2. Weltkrieg neu errichtet.
Mehrere denkmalgeschützte, große Grabstätten sind hier erhalten. Darunter das 1868 angelegte Familiengrab Haniels und weitere Grabdenkmäler alter Ruhrorter Familien.

Radiomuseum (ehemalige Sonderschule)

Ehemalige Sonderschule, Radiomeseum in Ruhrort

Schon 1858 erfolgte die Grundsteinlegung für eine drei Jahre zuvor gegründete Realschule, finanziert durch Franz und Friederike Haniel aus Anlass ihrer Goldenen Hochzeit.
Die kompakte Bauweise in Ziegeln mit neogotischen Treppengiebeln an allen vier Seiten ist dabei kennzeichnend. Die Aula an der Hofseite zeigt fünf gußeiserne Maßwerkfenster.
1875 kam als reiner klassizistischer Bau auf dem Schulhof eine großzügige Turnhalle hinzu. In die Turnhalle ist das städtische Bildarchiv eingezogen. Hier ist heute auch das Radiomuseum Duisburg zu Hause.

Radiomuseum Ruhrort

Radiosammler gründeten 1994 das Radio Museum Duisburg in einer Privatinitiative. Mittlerweile zählen über 60 Mitglieder zum Verein. Auf einer Fläche von über 250 m² wird eine Sammlung verschiedenster europäischer Radiogeräte, Fachliteratur, sowie Geräte zur Schallaufzeichnung und Wiedergabe präsentiert.
Neben dem regulären Museum ist es auch ein Treffpunkt für funkhistorisch Interessierte und bietet zusätzlich Fachvorträge, Sonderschauen und Tauschbörsen.

Bergiusstr. 27
Öffnungszeiten: DI 11.00 – 14.00 Uhr, DO 11.00 – 18.00 Uhr, SO 11.00 – 14.00 Uhr,
an gesetzlichen Feiertagen ist das Museum geschlossen

Vinckedenkmal – Vinckeplatz, Hafenstr./Dr.-Hammacher-Str.

Der Vinckeplatz erinnert an Ludwig Freiherr von Vincke (1774-1844), der Anfang des 19.Jahrhundert als Oberpräsident der preußischen Provinz Westfalen für den Ausbau der Ruhrorter Häfen verantwortlich war.
Das Vinckedenkmal (Vincke-Säule) wurde 1845 zunächst auf der Mole zwischen ehemal. Kaiserhafen und Hafenkanal, dem heutigen Vinckekanal, errichtet.
Auf einer ca. 8m hohen Granitsäule steht die Bronzefigur der Felicitas publica mit einem Füllhorn im Arm. Sie soll Glück und Wohlstand für das Gemeinwesen symbolisieren.
Die ursprüngliche Figur wurde während des 2. Weltkriegs mit zahlreichen anderen Denkmälern für die Rüstungsindustrie eingeschmolzen. Die heutige Figur entstand 1962.
Die Säule wechselte häufig den Standort, u.a. auf den Richard-Hindorf-Platz an der Rheinbrücke. In der Nähe des heutigen Standorts war sie bereits 1925 und nach 1945 zu sehen.

Der Werfthafen – Blick von Hafenstr./Vinckeufer

Zwischen 1820 und 1825 wurde der Insel-, Ring- oder Werfthafen angelegt. Das bisherige Hafenbecken wurde als Zufahrtkanal erweitert.
Verantwortlich für den Bau war Ludwig Freiherr von Vincke, Oberpräsident der Provinz Westfalen.
Längs der Hafenstraße entstanden immer mehr Kohleniederlagen, die Insel innerhalb des Hafenrings war Standort von bedeutenden Werften für den Dampfmaschinen und -schiffbau.
1912-14 wurde der Werfthafen aufgrund seiner Enge teilweise wieder verfüllt. Das so gewonnene Land wurde nach dem 1.Weltkrieg für die letzte Ruhrorter Stadterweiterung genutzt.
Zwischen Werfthafen und Bunkerhafen an der Alten Duisburger Straße sind ein Haniel-Packhaus von 1862 und eine Schmiede von 1871 noch erhalten.

Vinckekanal Containerterminal – Blick vom Vinckeufer

1983-84 wurde der Vinckekanal abgespundet und ausgebaggert.
Hier entstand danach die erste RoRo-Anlage für den kombinierten Straßen-/Seeverkehr. RoRo bedeutet Roll on – Roll off. Zugmaschinen setzen Container direkt in spezielle Binnen- und Rhein-/Seeschiffe.

Duisport – Blick vom Vinckeufer

Vinckekanal Duisport MS Karl Jarres Ruhrort

Seit 1905 und der Zusammenlegung der Ruhrorter und Duisburger Häfen hat die Hafenverwaltung an der Alten Ruhrorter Straße ihren Platz.
2003 hat duisport Duisburger Hafen AG nahe am alten Standort ein neues, repräsentatives Bürogebäude erstellt. Hier lenkt das Unternehmen den gesamten Duisburger Hafen, von Meiderich bis Friemersheim.

Der Vinckekanal – Blick vom Karl-Lehr-Brückenzug

Der Vinckekanal ist eine Verbindung des alten Hafenmunds mit Nord- und Südhafen. Die bereits bestehende Straßenbrücke über den Hafenkanal und den ehemaligen Kaiserhafen wurde über den Vinckekanal verlängert.
1983-84 wurde der Vinckekanal abgespundet und ausgebaggert für die erste Roll on – Roll off – Anlage (Containerterminal) für den kombinierten Straßen-/Seeverkehr.
1991 ist der Freihafen Duisburg als erster Binnen-Freihafen am Nordhafen in Betrieb gegangen. Nord- und Südhafen (1860-67 gebaut) wurden dazu modernisiert. An der Straße Am Nordhafen entstanden und entstehen in der neuen Freizone Bürogebäude und Lagerhallen. Weitere Unternehmen werden hier angesiedelt.
Im Südhafen waren 1983 ein Container-Terminal und eine Roll on – Roll off – Anlage fertiggestellt worden. Später entstand zusätzlich ein Bahnhof für den kombinierten Verkehr. Auf der Stahlinsel zwischen den Hafenbecken entstand eine überdachte, wasserüberkragende Verladehalle.

Haus Ruhrort – 1000-Fensterhaus

1000 Fenster Haus, auch Haus Ruhrort genannt

Das Haus wurde 1922-23 gebaut. Darin zog die Verwaltung der Rheinischen Stahlwerke ein.
Die Architektur des Backsteinexpressionismus mit den gleichförmigen Fensterreihen verlieh dem Bau seinen Namen. Sehr repräsentativ zeigt sich das Portal mit Auffahrt und Vordach. Der ursprünglich offene Innenhof wurde bei der letzten Modernisierung 1996 mit einem Glasdach versehen.
Das Gebäude wurde lange Zeit vom Finanzamt genutzt. Einige Jahre sendete von hier aus Radio Duisburg in den Äther. Heute sind hier einige Firmen und eine ambulante Augenklinik ansässig.

Die Krausstr. – Blick auf den Vinckekanal mit den Feuerlöschbooten

Feuerlöschboot im Vinckekanal Ruhrort

Hier sieht man am gegenüberliegenden Kanalufer die Löschboote der Duisburger Feuerwehr. Dort ist die Hafenwache Vinckeweg beheimatet. Der Vinckekanal verbindet Nord- u. Südhafen mit dem Hafenmund.

Aletta-Haniel-Gesamtschule – Carpstr.

Aletta Haniel Gesamtschule, ehemalige Carpschule auf der Carpstrasse in Ruhrort

Das Gebäude beheimatete früher die ev. Grundschule für Jungen und Mädchen mit getrennten Eingängen und Klassen. Es wurde 1905 eingeweiht.
Der rote Ziegelbau ist mit reich verziert, mit dunkleren Ziegelbändern gegliedert und mit Zinnenkronen versehen. Nach Kriegsschäden ist das Gebäude nur noch teilweise im früheren Zustand erhalten.
Heute ist es Teil der Ruhrorter Gesamtschule.

Der Tönnekes Drieter in der ehemal. Ruhrorter Altstadt

Toennekes Drieter Ruhrort

Leider gibt es nichts mehr von der Ruhrorter Altstadt. Sie wurde in den 60er Jahren flächensaniert. Der Tönnekes Drieter erinnert an die Ruhrorter Altstadt.
„Tönnekes Drieter“ war eine unschöne Beschreibung für einen Ruhrorter, der wegen fehlender Kanalisation im Ort seine Notdurft auf einem Tönnchen verrichtete. Dieses wurde dann irgendwann im Hafen entleert. In späteren Zeiten wurde die Tonne von einem Fuhrunternehmen wöchentlich beim Tonnenbesitzer abgeholt. „Driet“ ist ein Wort für „Kot“, „Mist“.

Hafenstr. mit historischem Haniel-Packhaus

Haniel Packhaus auf der Hafenstrasse in Ruhrort

1756 wird auf dem Grundstück Hafenstraße 10 das Haniel-Packhaus vom damaligen Bürgermeister Jan Willem Noot errichtet. Dessen Tochter Aletta heiratete 1761 Jacob Haniel.
Nach dem frühen Tod ihres Mannes führte sie das Unternehmen 26 Jahre lang erfolgreich und erweiterte es um Speditionsgeschäfte und Kohlehandel. Ihre Söhne Franz und Gerhard Haniel übernahmen die Geschäfte und legten den Grundstein für den Aufstieg des bis heute bestehenden Handelshauses Franz Haniel & Cie. GmbH.
Das breit gelagerte dreigeschossige Walmdachhaus diente sowohl als Kontor- und Lagergebäude als auch als Wohnhaus. Heute ist hier das Haniel Museum untergebracht, in dem mit zahlreichen Exponaten die Firmengeschichte dargestellt wird. Es vermittelt auch Einblicke in die Entwicklung des Bergbaus, der Schwerindustrie sowie der Schifffahrt.
Zu beiden Seiten wird das heutige Museum von weiteren Haniel-Gebäuden eingefasst. Das kleinere Nachbarhaus zur linken Seite wurde vor 1782 errichtet. 1923 wurde auf der rechten Seite des Museums eine repräsentative Verwaltung gebaut. Entlang der Landwehrstraße wurde das Bürohaus 1975 in moderner Bauweise erweitert.
Die Gärten mit altem Baumbestand blieben über die Jahrhunderte weitgehend erhalten und bilden heute den Franz-Haniel-Platz.

Die Schifferbörse mit historischem Dampfkran

Hier wurden die Frachten zwischen Schiffern und Verladern und die Schlepperlöhne ausgehandelt.
Nach Kriegsschäden und einem Brand 1946 wurde die Schifferbörse 1951 neu aufgebaut. Der Innenhof ist seit 1961 mit Glas überdacht. Nach der Nutzung als Schifferbörse wurden hier Büros, danach zeitweilig die städt. Musikschule untergebracht.
Im Innenhof fanden früher die legendären WDR-Hafenkonzerte statt. Heute wird ist das Haus für Events zu mieten.
Die Institution Schifferbörse nutzte die oberen Sitzungsräume.
Auf dem Gustav-Sander-Platz steht als ein technisches Denkmal der historische Dampfdrehkran von 1897. Er tat bis 1974 am Parallelhafen seinen Dienst und ist als einziger seiner Bauart erhalten.

Hafenrundfahrten – Steiger Schifferbörse

Hafenmund Ruhrort Hafenrundfahrtschiff

Regelmäßig 2-mal täglich schippert die Weiße Flotte durch den größten Binnenhafen der Welt.
Zu sehen sind auf einer Uferlänge von ca. 40 km 20 Hafenbecken. Täglich werden ca. 80 Schiffe aus aller Herren Länder im Hafen be- oder entladen.
Der Käptn informiert während der Fahrt die Passagiere über allerhand Wissenswertes. In Hafenbecken B befindet man sich zwischen Kohlen- und Schrottinsel, im Vinckekanal kommt man an der Stahlinsel, an den schnellen WSP-Booten und Duisport vorbei und sieht vielleicht, wie gerade ein Containerschiff am großen Containerterminal gelöscht wird.
Anlegestellen und Zusteigmöglichkeiten sind in Ruhrort Steiger Schifferbörse und in der Duisburger Innenstadt Steiger Schwanentor.

Vom 16.03. bis 03.11. werden u.a. zweistündige Hafenrundfahrten angeboten, von Schifferbörse bis Schifferbörse:
11:45 – 14:00 Uhr 1. Fahrt
14:00 – 16:15 Uhr 2. Fahrt
Hinweis ohne Gewähr !!

Museumsschiffe

Museumsschiff "Oskar Huber" am Leinpfad in Ruhrort

Museumsschiffe – Radschleppdampfer Oscar Huber
Vor der Schifferbörse liegt der Radschleppdampfer Oscar Huber.
Die Schleppschifffahrt mit dampfbetriebenen Booten erreichte auf dem Rhein um 1950 ihren Höhepunkt. Die Umstellung auf dieselbetriebene Schubverbände verdrängte die frühere Technik.
Das Schiff ist heute als Museumsschiff zu besichtigen. Weitere ausführliche Infos zu den Museumsschiffen finden Sie auf der Seite „Schifffahrt“

Museumsdampfer “Oskar Huber”
Am Leinpfad, am Anleger Schifferbörse

Öffnungszeiten Anfang April bis Ende September,
Di-So 10-17Uhr. Genaue Infos im Museum
Sonderregelungen an gesetzl. Feiertagen

Hafenpromenade – Leinpfad

Beim Treideln zogen Pferde und Menschen die Schiffe im Strom auf dem eigens hierzu angelegten Leinpfad an bis zu zwei Zoll dicken Hanfseilen stromaufwärts. Getreidelt wurde bis etwa Mitte des 19. Jh., stellenweise auch noch länger. Die Arbeitsbedingungen für Tier und Mensch waren extrem hart.
Je nach Größe und Gewicht benötigten die Schiffe bis zu zwanzig mittelgroße Treidelpferde, die in einem besonderen Geschirr an der Schiffsleine angespannt waren. Kleinere Schiffe oder Boote wurden von einem Pferd gezogen.
Für eine Last von 15 Tonnen wurden ca. sieben Treidelknechte oder ein Pferd benötigt. Etwa 20 Pferde treidelten ein mit 50 Tonnen beladenes großes Transportschiff.
Heute bildet der Leinpfad die Hafenpromenade. Hier sind neben den Museumsschiffen auch die Wappensammlung ehemaliger mittel- und ostdeutscher Städte als Mahnmal und mehrere Wandposter mit Fotos rund um den Hafen zu sehen.

Giebelhaus Dammstr. / Horst-Schimanski-Gasse

Giebelhaus Dammstrasse Ecke Horst-Schimanski-Gasse

An der Ecke Horst-Schimanski-Gasse / Dammstr. findet man das historische Giebelhaus.

Dammcafe Bar ho 350br
Werbung

Das ehemalige Ruhrorter Rathaus – Dammstr.

ehemaliges Ruhrorter Rathaus

Ruhrort war bis 1905 eine unabhängige Stadt mit einem eigenen Rathaus. 1899 baute der Ruhrorter Baurat August Jording das zwölf Jahre alte Wohnhaus von Max Haniel zum Rathaus aus.
Es diente auch in späterer Zeit in den 60er Jahren noch als Bezirksamt Ruhrort. Später zog vorübergehend das Binnenschifffahrtsmuseum in das Gebäude ein, heute ist es ein Bürohaus.

Hafenmeister – Pegel – Leinpfad

Pegel dienen zur Messung des Wasserstandes an oberirdischen Gewässern. In Nordrhein-Westfalen gibt es rund 500 Pegel, deren Messungen Grundlage für Planung und Steuerung wasserwirtschaftlicher Systeme sind. Neben der reinen Wasserstandsmessung werden an vielen Pegeln regelmäßig zusätzliche Messungen zur Bestimmung des Abflusses durchgeführt.
Die Wasserstandsmessung erfolgt mit Latten-, Schwimmer-, Druckluftpegeln oder moderneren berührungslosen Ultraschall- und Radaranlagen.
Für notwendige Hochwasserwarnungen werden immer mehr automatische Pegelmessstationen entlang von Flüssen aufgestellt, die auch einstellbare Warnschwellen haben und bei Erreichen davon einen Alarm auslösen.

Am Pegelhaus sind die bisherigen Hochwasser-Rekordmarken zu sehen.

Die Mühlenweide mit Kreuzfahrt-Anleger

Die Mühlenweide ist eine große Grünfläche, direkt am Rhein gelegen. Der große Fahnenmast ist schon von Weitem aus zu sehen. Die Beflaggung setzt sich aus Fahnen der unterschiedl. Reedereien und Schifffahrtsfirmen zusammen.
Die Mühlenweide ist nicht nur ein Erholungsplatz, an dem man einfach die Seele baumeln lassen und den Schiffen auf dem Rhein zuschauen kann. Sie ist Schauplatz zahlreicher Veranstaltungen, wie z.B. Hafenfest, Weinfest, Flaggenfest, Hafentrödelmarkt.
An der äußersten Spitze der Mühlenweide, der Einfahrt zum Eisenbahnhafen, grüßt die Schiffer von einer 5m hohen Säule die St.-Nikolaus-Statue. Der heilige Nikolaus ist der Schutzpatron der Schiffer und Seeleute. Die Bronze-Statue wurde erst 1990 hier errichtet. Bis dahin stand hier ein Mast zur nautischen Kennzeichnung der Hafeneinfahrt.

Mercatorinsel mit „Park“ und Echo des Poseidon

Von der Friedrich-Ebert-Brücke aus gelangt man über eine Treppe auf die Mercatorinsel. Hier kann man auf Sonnenliegen im „Park“ dem Schiffsverkehr zuschauen. Zwei bis drei Schritte weiter am Westufer grüßt das „Echo des Poseidon“ die Schiffer.

Echo des Poseidon auf der Mercatorinsel in Ruhrort
Echo des Poseidon

Rheinorange Ruhrmündung

Rheinorange Ruhrmuendung Ruhrort

Von der Mercatorinsel aus kann man die Ruhrmündung in den Rhein sehen. Sie ist mit der Skulptur „Rheinorange“ bei Rheinkilometer 780 markiert. Sie wurde von dem Kölner Bildhauer Lutz Frisch aus Stahl gefertigt. Die Skulptur ist 25 Meter hoch, sieben Meter breit, einen Meter tief und wiegt 83 Tonnen. Bei der leuchtenden Farbe handelt es sich um den Farbton RAL 2004.

Rheinorange Ruhrmuendung bei Ruhrort